Papiergewicht

Papiergewicht ermitteln mit Gewichtstabelle oder Papiergewichtrechner

Ob Visitenkarten, Broschüren oder Flyer – das Papiergewicht übt einen entscheidenden Einfluss auf die Druck-Optik sowie auf die Kosten der damit einhergehenden Mailings aus. Doch welche Grammatur eignet sich für welchen Zweck? Und was ist überhaupt eine Grammatur? Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten rund um das Thema Papier zusammengetragen.

Papiergewichtrechner

Definition Papiergewicht

Das Papiergewicht (auch Grammatur genannt) bezeichnet das Flächengewicht von Papier und anderen bedruckbaren Materialien wie beispielsweise Textilien. Die Größenangaben erfolgen dabei in der Einheit Gramm pro Quadratmeter (g/m²). Von hauchdünnem Seidenpapier (25 g/m²) bis hin zu stabiler Pappe (600 g/m²) bietet dieses faszinierende Medium vielfältige Möglichkeiten, Ihrer Werbekampagne den letzten Schliff zu verpassen.

Wie wird das Papiergewicht berechnet?

 

Die exakte Grammatur von Papier wird anhand des Blattformats in cm und des Papiergewichts in g/m² ermittelt. Diese beiden Werte werden multipliziert und danach durch 10.000 geteilt.
Wie viel wiegt also nun ein Standard DIN-A4-Blatt? Das klassische Kopierpapier mit 80 g/m² liegt laut Formel bei (29,7 x 21) x 80 g/m² geteilt durch 10.000, also bei 4,99 g pro Blatt.

Berechnungsformel Bogengewicht

Das Gewicht eines Papierbogen (Bg) lässt sich mit einer simplen Multiplikation ermitteln:

Länge (l) in cm x Breite (b) in cm  x Flächengewicht (fG) / 10.000  = Bogengewicht (Bg) 

Beispielrechnung: Wie schwer ist ein A3-Bogen 135 Gramm-Papier?

42 x 29,7 x 135 / 10.000 = 16,839 Gramm

Hier noch ein wichtiger Hinweis. Da Papier ein Naturprodukt ist, sind produktionsbedingte Abweichungen von 5 bis 10% von der angegebenen Grammatur möglich. 

Benutzen Sie unseren Papiergewichtrechner und ermitteln Sie bequem das Gewicht Ihrer gewünschten Papierart.

Welches Papiergewicht sollten Sie für welche Produkte wählen?

Broschüren, Plakate, Postkarten, Briefbögen – sie alle dienen dem Zwecke der Werbung und kommen an den unterschiedlichsten Orten zum Einsatz.

Als der Klassiker schlechthin gilt das Kopierpapier, welches in den meisten Heimdruckern oder Bürogeräten Anwendung findet. Das Papiergewicht beläuft sich hier auf 80 g/m². Dieses Gewicht eignet sich jedoch nur für den einseitigen Druck – für Duplexdruck ist ein Papiergewicht von 90 g/m² empfehlenswert, denn es verfügt über einen höheren Opazitätswert und ist somit weniger durchsichtig.

Um DIN lang Standardflyer (sechsseitig) zu erstellen, wählen Sie am besten einen matten Bilderdruck auf 135 g/m² starkem Papier. Ein glänzender Druck ist zwar optisch ansprechend, aufgrund der Spiegelung jedoch schlechter lesbar.
Postkarten werden standardmäßig auf 235 – 350 g/m² Papier gedruckt, da Sie meist ohne schützenden Umschlag versendet werden. Noch stabiler sollten Visitenkarten sein – Ihr Standardgewicht liegt bei 250 bis 450 g/m².

Was ist die Grammatur?

Bei der Grammatur handelt es sich um die Gewichtsangabe bei Papier. Sie wird grundsätzlich in Gramm pro Quadratmeter angegeben. Zeitungspapier hat beispielsweise ein Gewicht von 50 Gramm pro Quadratmeter (abgekürzt: g/m² oder g/qm), Kopierpapier von 80 g/m² und eine Postkarte von 180 g/m². Maßgeblich für das Papiergewicht ist immer die Stärke des Papiers. Dabei gilt: Dünneres Papier (Zeitung) ist leichter als dickeres Papier (Postkarte).

Die Grammatur eines Papiers lässt sich nach einer bestimmten Formel genau berechnen. Das Gewicht des Papierformats wird dabei zunächst mit dem Faktor 10 000 multipliziert. Das Produkt aus dieser Multiplikation teilt man dann durch das Produkt aus Länge und Breite des Papierformats. Unter Papierformat ist dabei immer ein konkretes Stück Papier gemeint, also beispielsweise ein Blatt Kopierpapier.

Grammaturangaben spielen vor allem beim Direktmarketing eine große Rolle. Hier gilt es nämlich nicht zuletzt die Kosten im Blick zu behalten. Bei einer Mailingaktion werden diese entscheidend vom Porto bestimmt. Die Portokosten wiederum sind im Wesentlichen vom Briefgewicht abhängig. Da bei einem Mailing nur in den seltensten Fällen ein einzelnes Stück Papier in den Umschlag kommt, sondern häufig Faltblätter oder Broschüren, spielt natürlich das Papier für das Gesamtgewicht einer Sendung eine große Rolle. Relativ dünnes Papier ist dabei ein wichtiger Beitrag, um die Kosten für den Versand möglichst niedrig zu halten.

Welche Rolle spielt das Papiergewicht bei einem Mailing?

 

Besonders im Direktmarketing hat das Papiergewicht einen entscheidenden Einfluss auf die Kosten für den Versand. Hier ist es wichtig, alle Faktoren wie genaues Papiergewicht und das Gewicht des Umschlags zu berücksichtigen.
Wenn es ganz knapp wird, sollte bei der Kalkulation einer Drucksache beachtet werden, daß auch Druckfarbe, eventuelle Veredelungsfolien oder Heftklammern etwas wiegen.

Das Mailing ist nach wie vor eine der effizientesten Methoden im Bereich des Direktmarketings. Bei dieser Werbeform sollten Sie besonders auf das Papiergewicht achten, denn es bestimmt, wie hoch Ihre Kosten für das anfallende Porto sind. Hierzu ein kleines Beispiel: Sie drucken ein Mailing, welches einen Brief mit 3 Blättern enthält. Hierbei verwenden Sie Papier des Gewichts 90 g/m², das etwas reißfester ist als das Standard-Papier mit 80 g/m². Der Brief wird dabei schwerer als 20 Gramm und kostet Sie 0,35 Euro anstelle von 0,28 Euro Mailing Porto pro Einheit.

Bitte vergessen Sie auch nicht, bei der Ermittlung der Mailing Kosten das Gewicht des Umschlags mit einzuberechnen. Ein Standard Umschlag des Formats DIN-lang wiegt in etwa 4,5 g. Zudem kommen ungefähr 5 bis 10 Prozent des Papiergewichts für die Druckerfarbe hinzu.

Unsere Gewichtstabelle zeigt Ihnen die Grammatur der wichtigsten Papierarten in der Übersicht auf.