Portoerhöhung 2019? Eine lange Geschichte.

75, 80 Cent? Noch mehr? Keiner weiß es.

Das Jahr 2018 liegt der Deutschen Post sicher schwer im Magen. Gewinnwarnungen begleiten das Geschäft in den Kernbereichen Paket (DHL) und Brief. Steigende Lohnkosten und gleichzeitig sinkende Briefmengen belasten das Ergebnis im Kernbereich BRIEF: Manager aus den Bereichen Brief und Paket mussten ihre Posten räumen.

Sprung auf 80 Cent? Da spielt die Bundesnetzagentur nicht mit!

Als Befreiungsschlag hatte die Deutsche Post höhere Preise geplant. DHL-Pakete sind bereits teurer geworden. Eine Portoerhöhung für Briefe war ursprünglich den 1. Januar 2019 geplant, inzwischen sprechen wir von einem Termin irgendwann im Sommer.

Die letzte Erhöhung lag drei Jahre zurück; die geplante Erhöhung sollte eigentlich unkompliziert das Genehmigungsverfahren der Bundesnetzagentur durchlaufen. Doch leider hat die Bundesnetzagentur nicht mitgespielt. Im Oktober untersagte sie der Post die geplante Portoerhöhung. Die Post musste nacharbeiten und mit neuen Zahlen ihren Wunsch auf Portoerhöhung beim Standardbrief begründen.

Portoerhöhung 2019: Das Briefporto darf noch nict am 1. Januar steigen
Portoerhöhung 2019 erst einmal nicht genehmigt. Die Post muss neue Kalkulationsunterlagen einreichen

Die Erhöhung kommt nicht zum 1. April

Zur Zeit kämpft die Deutsche Post um die Preiserhöhung. Die Netzagentur will maximal 5% mehr genehmigen, das reicht der Post nicht aus. Sie legte jetzt wiederholt ihr Zahlenwerk vor, um den Zieltarif von 80 Cent für den Standardbrief zu erreichen. Seit Mitte Februar sind sogar 85 und 90 Cent im Gespräch.

Der Aktienkurs der Post war mit dem ersten Verbot der Preiserhöhung am 3. Januar kräftig in den Keller gerutscht, für die Deutsche Post steht viel auf dem Spiel. Ob die Kurserholung aus dem Januar Bestand hat, hängt eben stark an den erhofften Mehreinnahmen aus dem Briefporto.

Die Postkunden – Endverbraucher und Firmenkunden – können nur zusehen und abwarten.
So oder so wird die Briefmenge langsam weiter sinken.

Mein Fazit

Vermutlich wird die Post ihr Ziel erreichen, das Briefporto wird noch im ersten Halbjahr steigen. Wie hoch diese Steigerung ausfällt, das ist die spannende Frage. In einigen Wochen werden wir wissen, ob wir zukünftig Marken zu 80 oder sogar 90 Cent auf einen Brief kleben müssen.

Für Werbekunden ist es wichtig, daß an den Preisen für die Dialogpost momentan nicht herumgeschraubt wird.
Mit dem geringeren Briefaufkommen gibt es mehr Platz im Briefkasten.

Gut gestaltete Briefmailings, Selfmailer oder Postkarten fallen dann viel mehr auf.
Alles hat sein Gutes …

 

Uwe Fenner

mailingdruck24