Portoerhöhung 2019? Abgelehnt!

Wie die Bundesnetzagentur der Post den Jahreswechsel versalzt

Das Jahr 2018 liegt der Deutschen Post sicher schwer im Magen. Gewinnwarnungen begleiten das Geschäft in den Kernbereichen Paket (DHL) und Brief.

Als im Frühjahr der Gewinneinbruch deutlich sichtbar wurde, musste der Chef der Sparte PeP-Sparte (Post – eCommerce – Parcel) Jürgen Gerdes – der auch im Vorstand der Post saß –  seinen Posten räumen. Zwei Monate später wurde sein kompletter Abgang aus dem Logistik-Konzern verkündet.

Der Paket-Chef Achim Dünnwald wurde nach Angaben des Manager Magazines Ende Oktober gefeuert. DHL wollte das allerdings nicht kommentieren.

Höheres Briefporto war zum 1.1. 2019 geplant

Als ersten Befreiungsschlag hatte nun die Deutsche Post eine Portoerhöhung für Briefe geplant. Die letzte Erhöhung liegt drei Jahre zurück; die geplante Erhöhung sollte eigentlich unkompliziert das Genehmigungsverfahren der Bundesnetzagentur durchlaufen, so daß das neuen Briefporto ab 1. Januar 2019 erhoben werden könnte.

Portoerhöhung 2019: Das Briefporto darf noch nict am 1. Januar steigen

Ein weiteres Problemkind der Post: Mit dem E-Transporter Streetscooter, für den insbesondere Ex-Vorstand Gerdes verantwortlich war,  soll es nach Zeitungsberichten besonders im Winterbetrieb noch nicht rund laufen.

Die Bundesnetzagentur spielt nicht mit

Doch leider hat diesmal die Bundesnetzagentur nicht mitgespielt. In einer Pressemitteilung vom 31. Oktober machte die Bundesnetzagentur auf den Erlass einer einstweiligen Verfügung aufmerksam, welche der Post die geplante Portoerhöhung zumindest für den 1. Januar 2019 untersagt. Die Post muss nacharbeiten und kann erst irgendwann im Laufe des kommenden Jahres mit der Genehmigung des höheren Portos rechnen.

Das sagt der Chef der Bundesnetzagentur zur Begründung

Wir müssen diesen Schritt gehen, weil die Deutsche Post AG den Nachweis ihrer veränderten Kosten und Einsparungen in Folge der Umbruchsituation nicht hinreichend erbracht hat. Unsere Entscheidung für die kommenden Jahre ist nur belastbar, wenn wir die Kostensituation und Umsatzentwicklung beurteilen können.

Jochen Homann

Präsident der Bundesnetzagentur

Mein Fazit

Jetzt liegt der Ball wieder im Spielfeld der Deutschen Post AG. Sie muss der Bundesnetzagentur im eigenen Interesse so schnell wie möglich einen nachvollziehbaren Einblick in die Kalkulation der höheren Briefporti geben. Erschwerend wird dabei sein, daß die Effekte der geplanten Einsparungen und Umstrukturierungen derzeit noch schwer in Zahlen fassbar sind.

Die Verbraucher freut´s:
Sie können noch einige Monate die Briefes zum Preis von 0,70 € versenden.

 

Uwe Fenner

mailingdruck24

Portoerhöhung 2019 erst einmal nicht genehmigt. Die Post muss neue Kalkulationsunterlagen einreichen